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VKU unterstützt Kooperationsinitiativen der Stadtwerke - Zukunftsperspektiven für kommunale Kooperationen im Energiesektor Von Michael Wübbels, Verband kommunaler Unternehmen (VKU), Berlin, und Harald Weber, YourSales Unternehmensberatung, Mannheim Angesichts anhaltender Veränderungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen sowie der wettbewerblichen Herausforderungen müssen kommunale EVU die eigene strategische Position in Richtung Zukunftsrobustheit weiter entwickeln. Mit der Studie „Stadtwerk der Zukunft“ hat der VKU seinen Mitgliedsunternehmen ein wichtiges Instrument zur Prüfung strategischer Entscheidungen an die Hand gegeben. Bei der Mehrzahl der in der Studie aufgezeigten Strategiemodule und auch in den Planungen vieler Stadtwerke spielen Kooperationen in den Wertschöpfungsstufen eine zentrale Rolle. Um seine Mitgliedsunternehmen über die vielfältigen Chancen von Kooperationen zu informieren, hat der VKU nun das Projekt „Stadtwerk der Zukunft – Perspektiven kommunaler Kooperationen im Energiesektor“ gestartet. Darin werden auch Erfolgsbeispiele aus der Kooperationspraxis vorgestellt. Die mittlerweile fortgeschrittene 1. Runde der Kostenregulierung hat zu einer spürbaren Verminderung der Wertschöpfung auf der Endverteilerstufe geführt. Bei den Netzerlösen sind durchschnittliche Reduzierungen zwischen 10-20% für das laufende Geschäftsjahr zu erwarten. Angesichts weiter sinkender Netzentgelte in der bevorstehenden 2. Runde der Kostenregulierung sowie im sich anschließenden Anreizregulierungsregime werden Erfolge in den Wettbewerbsbereichen Erzeugung, Handel und Vertrieb sowie bei der internen Optimierung die Unternehmensergebnisse der Zukunft maßgeblich prägen. Angesichts der für die Energiewirtschaft ungünstigen ordnungspolitischen Weichenstellungen sowie zunehmender Komplexität in den Marktabläufen geht es für die kommunalwirtschaftlichen Energieunternehmen darum, die eigene strategische Position zu überprüfen und in Richtung „Zukunftsrobustheit“ weiter zu entwickeln. Mit der 2006 fertig gestellten Studie „Stadtwerk der Zukunft“ hat der VKU seinen Mitgliedsunternehmen ein wichtiges Instrument für die drängenden strategischen Entscheidungen der Unternehmensführungen an die Hand gegeben (ZfK 12/06, 13). Bei der Mehrzahl der in der Studie aufgezeigten Strategiemodule für eine Erfolg versprechende Positionierung kommunaler EVU und ihrer Geschäftsbereiche Erzeugung, Verteilung, Beschaffung und Vertrieb spielen Kooperationen eine zentrale Rolle: „Vereinigte Stadtwerke PLUS“, „Konzentriertes Wachstum im Vertrieb“ oder auch „Diversifizierte Erzeugung plus upstream-Strategie“. Ungeachtet der strategischen Notwendigkeit, Kooperationspotenziale zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Vorteilhaftigkeit zu bewerten, sind „echte“ Kooperationen in ihren unterschiedlich vorstellbaren Ausprägungen unter den kommunalwirtschaftlichen Energieunternehmen noch die Ausnahme. Die Liste der bestehenden Kooperationen in Deutschland umfasst derzeit 40 Projekte. Über die Hälfte davon sind klassische Stromeinkaufsgemeinschaften, meist in Form eines Joint Ventures mehrerer Stadtwerke-Partner. Kooperationen auf Gesamtunternehmensebene sowie in den Geschäftsfeldern Erzeugung, Netz und Vertrieb sind - abgesehen von den bekannten Leuchtturmprojekten - selten. Aufgrund der herausragenden strategischen Bedeutung für die Sicherung kommunalwirtschaftlicher Eigenständigkeit sollen die VKU-Mitglieder in 2007 nochmals verstärkt über Chancen horizontaler Kooperationen und insbesondere über mögliche Kooperationsmodelle informiert werden. In einem vom VKU aufgelegten Vertiefungsprojekt mit dem Titel „Stadtwerk der Zukunft – Perspektiven kommunaler Kooperationen im Energiesektor“ soll bis zum Herbst ein umfassender Baukasten mit Informationsangeboten, Entscheidungsinstrumenten sowie praxisorientierten Arbeitshilfen für kooperationsinteressierte Stadtwerke geschaffen werden. Das Projekt wird vom VKU in Zusammenarbeit mit der YourSales Unternehmensberatung, Mannheim, durchgeführt, mit der bereits die Studie „Stadtwerk der Zukunft“ erfolgreich entwickelt wurde. Geplant ist u. a. die Erarbeitung eines VKU-Kooperationshandbuches, das Stadtwerken mit strategischen Denkansätzen und praxisorientierten Arbeitsinstrumenten eine echte Hilfestellung für die Initiierung und Bildung von horizontalen Kooperationen bieten soll. Dabei werden auch die zentralen erfolgskritischen Faktoren in den einzelnen Phasen eines Kooperationsprojekts aufgezeigt - basierend auf den Erkenntnissen von Unternehmen, die diesen Weg beschreiten bzw. schon beschritten haben. Einen weiteren Projektbaustein bildet eine neue Staffel von VKU-Infotagen, in denen aktuelle Kooperationsprojekte präsentiert werden, u. a. aus Krefeld/Neuss, Duisburg/Essen und Hagen/Lüdenscheid. Ergänzt werden diese Praxisberichte durch Fachbeiträge namhafter Branchenexperten zu den Themen Strategie und Recht. Nächste Termine sind der 15. Mai (in Köln), 6. Juni (in Mannheim) und 9. Juli (in Hannover). Weitere Infotage sind für den Herbst geplant. Das vollständige Tagungsprogramm mit Anmeldeunterlagen kann beim VKU angefordert werden. |